Review

Artist: Darkseed

Titel: Diving Into Darkness

Bislang waren Darkseed für mich eher als Paradise Lost-Klone ein Begriff, aber das hat sich mit ihrem neuesten Release grundlegend geändert. Mittlerweile hat man zwar auch die Segnungen der Technik entdeckt, aber darüber nicht vergessen, wo am Gitarrenverstärker der Lautstärkeregler ist. Zwar gibt es reichlich Bleeps und Blonx zu hören und der Drummer besteht auch nur aus Einsen und Nullen – aber darüber liegen immer gut durchdachte, druckvolle Riffs, die dem Songmaterial die nötige Schwere verleihen. Richtige Song-Perlen sind zum Beispiel „Can’t Find You“ (fieses, treibendes Riff, schöner Refrain), das zentnerschwere „Left Alone“ und das majestätisch-erhabene „Many Wills“. Immer wieder schafft man es geschickt, Spannung aufzubauen (vor allem durch die kühl-atmosphärischen Intros) und auch zu halten! Etwas gewöhnungsbedürftig ist nur die Produktion – liegt mir hier vielleicht der Rough Mix vorüEgal, die Platte ist ein Hit und sollte dementsprechend auch (kauftechnisch) gewürdigt werden.

Veröffentlicht: 2000

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