Review

Artist: COH

Titel: To Beat

COH
„To Beat“
(editionsMego/Import)
Dass COH alias Iwan Pawlow keine Angst vor Beats hat, war seit dem gemeinsamen Frühwerk „Love Uncut“ mit Coil klar. Dennoch spielten sie bis dato im Großteil seiner elektronischen Kompositionen eine untergeordnete Rolle, sofern sie überhaupt vorhanden waren. Mit „To Beat“ schließt Pawlow nun an die Klangsprache des Vorgängers „Retro-2038“ an, ergänzt die warmen Synth-Miniaturen jedoch um – wer hätte es gedacht? – Beats. Die Oberhand behalten jedoch die prägnanten und perlenden Sequenzerläufe, die, obwohl im Rechner entstanden, den Geist alter Schule à la Carlos, Rental oder Leer weiterleben lassen. Die Grenzen zwischen Soundart und elektronischer Tanzmusik verschwimmen im Verlauf des Albums immer stärker. Am Ende löst Pawlow auf, indem er mit einer lupenreinen Reißbrett-Technonummer nicht nur die Grenzen von E- und U-Musik, sondern auch die zwischen Ton und Beat verschwinden lässt.
Sascha Bertoncin

Veröffentlicht: 07-08/2014

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