Whipering Sons „Several Others“

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Whispering Sons „Several Others“

(PIAS)

Als Whispering Sons 2018 inmitten des Post- Punk-Revivals mit „Image“ erschienen, lagen ihnen nicht wenige zu Füßen und sahen einen neuen Messias des Genres in der Band. Klingt übertrieben? Vielleicht. Fakt ist aber, dass der Sound der Belgier ein ganz besonderer, fast schon magischer ist.

Umso gespannter konnte man sein, wie die Entwicklung voranschreiten würde. Whispering Sons leben natürlich auch beim Zweitwerk wieder von der phänomenalen tiefen Stimme von Sängerin Fenne, die Unwissende sicher nicht selten für einen Kerl halten (rein gesanglich versteht sich). Die Musik an sich atmet immer noch Post-Punk-Geist, deutet aber gleichsam die nächsten Schritte an. Was „Several Others“ von „Image“ unterscheidet, ist der trockenere Sound, denn während auf dem Debüt noch vieles in weiten Hallfahnen versank, wirkt diesmal alles intimer, persönlicher und näher. Das Soundbild ist stimmig und interessant. Es ist bassiger und voller, lebt von trockenen Tom-Rhythmen, dem erneut sehr präsenten Bass sowie den aufregenden, vielfältigen Gitarren und Synths, für die tief in der Effektkiste gegraben wurde.

 Auch Fenne ist näher am Hörer, was zu den persönlicheren Texten der Platte passt. Die Produktion wirkt, als hätte man auf dem schmalen Grat zwischen Spontaneität und Schroffheit auf der einen sowie Transparenz und Detailfreude auf der anderen Seite wandeln wollen – und das sehr erfolgreich. Zu den Highlights gehören das reduzierte „(I Leave You) Wounded“ mit seinen Analog-Synths und Oldschool-Drumcomputer-Beats, „Vision“, das gut und gerne ein The Cure-Song hätte sein können und das von Arpeggio-Synths dominierte, hypnotische „Flood“. Nicht zu vergessen das hitverdächtige „Surface“, das deutliche Joy Division-Reminiszenzen erkennen lässt. Nichtsdestotrotz ein sehr eigenständiges Album auf hohem Niveau. Post-Punk 2.0 sozusagen.

Das Album „Several Others“ bekommt Ihr HIER!

EIne spannende Story zu Whispering Sons findet Ihr in unserer aktuellen Ausgabe, in welcher sich die Band den Titel „Album des Monats“ sichern konnte:

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(SB/KM)

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