Review

Artist: DIE HAPPY

Titel: Beautiful Morning

Eine nahezu amerikanische Karriere haben die aus dem beschaulichen Provinzstädtchen Ulm stammenden Die Happy während ihrer mittlerweile schon das eine oder andere Jahr umfassenden Laufbahn als Vorzeige-Indierocker galore hinter sich: Getourt bis zum get-no – von Süden nach Norden, Westen nach Osten, sämtliche positionsbestimmende Richtungsweisungsmischformen aus dem Wetterbericht eingeschlossen. Ihr erstes, vielbeachtetes Album schoß in die Charts, die Single „Supersonic Speed“ zeigte das enorme Potential von Chanteuse Marta und ihren Jungs. Im Nachhinein betrachtet, kam man insgesamt jedoch nur schwerlich über das Prädikat der „gut gemachten Guano Apes-Kopie“ heraus. Eine Tatsache, welche sich nun mit „Beautiful Morning“ entscheidend ändern soll. Die Happy, die Zweite. Weiterentwicklung aka Selbstfindung sei ihr Schlüsselwort, das nahezu Track für Track dermaßen konsequent umgesetzt wird, als stünde der nächste Newcomer-Nachwuchswettbewerb kurz bevor. Doch aus „Baden Württemberg rockt“ sind die Vier schon längst herausgewachsen, lassen selbst Allround-Vergleich Sandra Nasic und Begleitung mit ihren neuen Songs einsam im Regen stehen. Tiefer, facettenreicher und gereifter präsentiert man sich auf seinem neuen Longplayer. Mit an Bord: Typisch fetter Die Happy Breitwand-Crossover-Riffsound mit den charismatischen Vocals von Rockdame Jandova („Paralyzed“, „Humanbeing“), locker flockiger Alternative-Poprock mit punktuellen Cranberries-Anleihen („Cry For More“, „It’s All Over“, „Goodbye“), gar zauberhafte Balladen zum kuschelrockigen Dahingleiten zu zweit („I Remember“, „Adam’s Eyes“, „Breathing“) und nicht zuletzt schwerstens kickende zukünftige Smasher wie „Not That Kind Of Girl“ oder „Leaving You“. Die Happy erarbeiten sich mit ihrem Zweitwerk einen der ganz vorderen Ränge in der deutschen Musiklandschaft und beweisen einmal mehr die Tatsache, daß der Underground wächst und gedeiht. Formidable Platte.

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Reviews

DIE HAPPY

Everlove

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