CD-Rezension / Review / Kritik

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roll the dice until silence

Roll The Dice
„Until Silence“
(The Leaf/Indigo)
Peder Mannerfelt und Malcolm Pardon rüsteten für ihr drittes Album „Until Silence“ ordentlich auf. Die bisher bewährte Kombination von Piano und Elektronik wurde um den Faktor Streicher ergänzt. Mit Erik Arvinder wurde eigenes hierfür ein Mitstreiter dazu geholt, der sich um das 26-köpfige Ensemble kümmert. Gekonnt halten sich Streicher, Piano und Elektronik die Waage und scheinen zwischen Hochspannung und gegenseitigem Belauern zu pendeln. Trotz der organischen Instrumentierung strahlen Roll The Dice hier vor allem Kälte und Strenge aus. Erst nach und nach erschließt sich der Raum, der sich hinter dieser schroffen Wand auftut. Hier brechen Roll The Dice immer wieder den musikalischen Zeichensatz auf und legen falsche Fährten aus wie im rasanten „Coup De Gráce“, wo sich nach und nach Scratch-Geräusche mit den zackigen Streichern mischen. Tipp!
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

Wednesday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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