CD-Rezension / Review / Kritik

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maps realigned

Maps
„Realigned“
(Mute/GoodToGo)
Wer zu Dream Pop tanzt, starrt dabei zumeist auf seine Schuhe, sodass sich die Bewegung in überschaubaren Grenzen hält. Für eine Ausnahme sorgt der Brite James Chapman alias Maps, auf dessen Alben sich immer auch mehrere clubkompatible Songs befinden. Doch Chapman ist das offensichtlich noch nicht genug, denn mit „Realigned“ schiebt er seiner bisherigen Diskografie nun einen Anhang hinterher, auf dem sich bewährte elektronische Acts nach Herzenslust austoben. Schließlich machten sich schon in der Vergangenheit zahlreiche Remixer über Maps-Songs her – etwa Techno-Recke Oliver Huntemann, der „Let Go Of The Fear“ auf seine Dance-Bestandteile herunterbricht, der Ambient-Schwede The Field oder der britische Dubstep-Schrauber Andy Stott, der „I Heard Them Say“ dankenswerterweise im ursprünglichen Sinne des Genres zu Leibe rückt und auf brutale Drops und andere Dickhosigkeiten verzichtet. Auch der renommierte Kumpel Anthony Gonzalez von M83 darf mit seinem Mix von „To The Sky“ aus dem Debüt „We Can Create“ nicht fehlen, und zu „I Heard Them Say“ vom jüngsten Album „Vicissitude“ steuert Chapman sogar selbst eine Neuabmischung bei. Zwar ist der Anteil an Archivmaterial auf „Realigned“ hoch, aber Fans können sich bereits auf Deluxe-Reissues des bisherigen Maps-Backkataloges freuen – und damit auf brandneue Versionen aus den Mischpulten von A Place To Bury Strangers, Bomb The Bass und vielen anderen. Eine Remix-Sammlung zum genüsslichen Eingrooven.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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