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CD-Rezension / Review / Kritik

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Veröffentlichungsdatum
End Of Green Void Estate CD Cover

End Of Green „Void Estate“

(Napalm/Universal)
Großraum für Atmosphäre, mit viel Platz zum Träumen? Ernsthaft und echt muss es sein? Dann unbedingt End Of Green 2017! Denn mit dem neuen Album machen die Stuttgarter Seelenmenschen erneut einen großen und festen Schritt nach vorne. 25 Jahre Aktivität, mit allen Höhen und Tiefen, mit Freud und Leid, manifestieren sich in „Void Estate“, dem neunten Album der gefühlsbetonenden Dark Rocker. Den stilsicheren Anfang macht der fast zum Flennen schöne, flehentlich wirkende, sentimental stimmende Goth Doom-Melodiker „Send In The Clowns“, womit End Of Green auf die richtige Fährte führen. Anklänge an Type O Negative sind in „Darkside Of The Sun“ unüberhörbar, auch hierin dominiert reibungsfreie und nahtlos aneinander gefügte Ideenbrillanz! Über allem thront erhaben die einnehmend signifikante Stimme von Michelle Darkness, dessen düster strahlendes, erwachsen-reifes Timbre genau die richtige Kraftmixtur aus abgründiger Tiefe, kernigem Brummen, unheilbarer Melancholie und weinerlicher Zerbrechlichkeit in sich vereint. Einfach famos, dieser Kerl, auch heuer eine ganz eigene Klasse für sich! Viel zu wenige einheimische Kapellen im (Dark) Rock verfügen noch über einen so ausdrucksstarken Frontmann, um seine Stimme wie ein tragendes Instrument nutzen zu können. Seinen wesenseigenen, mit sich ziehenden Gesang erkennt man wohl selbst mit Wachs in den Ohren, während ein Düsenjet direkt über einem hinweg lärmt. Alternative-Elemente fügen auch die restlichen Beteiligten diesmal wie formgebende Mosaiksteine ein, was das Hören der elf Tracks noch unterhaltsamer, noch seriöser, noch kultivierter als in der Vergangenheit macht. Herzlichen Glückwunsch also: „Void Estate“ ist Tränenköder und Lichtbringer in einem, eine absolut respektable Leistung.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
Monday the 13th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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