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darkness on demand

Darkness On Demand „Detoxination“

(RepoRecords/Alive)
Seitdem Gary Wagner und Falgalas (ehemals Dance Or Die) unter dem gezwungenermaßen neu gewählten Signet Darkness On Demand firmieren, scheint ihre Montagestrecke auf Akkord geeicht zu sein. Denn kaum ist der fulminante, erst vergangenen Februar unter frischer Flagge veröffentlichte Erstling „Post Stone Age Technology“ verklungen, legen die Berliner Recken nach. Und wie! Brillierte der Vorgänger vor allem mit atmosphärischer Dichte in bester DOD-Tradition, explodiert „Detoxination“ geradezu - mit stilistisch gewiefter Präzision. Aus dem Wutbauch frisch auf den Tisch, sozusagen. Und auf die dunklen Tanzflächen dieser Welt. Anstatt um den heißen Brei herum zu schwadronieren, treten Wagner, Falgalas und neuerdings Seba (Ex-Miss Construction, der den anderweitig voll ausgelasteten Chris L. ersetzt) inhaltlich gleichermaßen plakativ wie entschlossen in die Kerben der allseits dampfenden Kacke. So „Detoxination“ kompositorisch zunächst etwas eindimensional anmutet, dürfte der geneigte Hörer rasch all die Köstlichkeiten entdecken, die hier verbraten wurden: Von Achtziger-Postpunk-Cyber-Vibes bis hin zur kaum für möglich gehaltenen Trauung von Disco-Musik und Dark Electro, die speziell beim Titeltrack durch Gary Wagner mit sich selbst vollzogen wird. Der Irrwitz hat Methode, „Detoxination“ alles, was die Genre-Topliga braucht.
Stephan Wolf




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Lest in unserer aktuellen Ausgabe 03-2019 das spannende Interview von und mit Darkness On Demand, in welchem sie über das neue Album „Detoxination“ sprechen und geben Erfahrungen und Ansichten preis, die über die Neuerscheinung hinaus reichen.

Tuesday the 12th.
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