Review
Artist: JOACHIM WITT
Titel: Bayreuth Eins
- Artist: JOACHIM WITT
- Label/Vetrieb: Strange Ways, Zeitbombe
Hut ab vor einem fast 50-jährigen, der von den Allermeisten aufgrund einiger Top Ten Hits in der NDW-Hochphase im Context mit Gruppen wie Trio, Kiz, Nena, UKW … genannt wird, dann immer mehr in der Versenkung verschwindet und fast zwei Jahrzehnte später ein Album, das man ohne weiteres dem Electro/ Wave/Crossover-Genre zuordnen kann, aufnimmt. Abgemischt wurde „Bayreuth Eins“ vom ehemaligen Pitchfork Produzenten Jürgen Jansen, weswegen Parallelen zu Deutschland`s bekanntesten Electros nicht ganz von der Hand zu weisen sind. In gleichem Zuge erinnert der Gesang von Joachim Witt, vor allem bei den Songs mit härteren Gitarrenriffs (Treibjagd, Morgenstern, Liebe und Zorn) an Till Lindemann von Rammstein. Trotzdem versteht es Joachim Witt jedem Song auf „Bayreuth Eins“ seine einmalige Witt`sche Note zu verleihen, die das Album trotz der angesprochenen Parallelen zu keinem Zeitpunkt als Kopie erscheinen laßt. Musikalisch stehen die Songs ausnahmelos auf höchstem Niveau, die zusammenhanglosen Depro- Texte Witt`s sind mir persönlich dagegen eine Spur zu pseudo-interlektuell. Ob „Bayreuth Eins“ allerdings auch bei der breiteren Masse ein offenes Ohr findet, erscheint (leider) zumindest zweifelhaft, oder hat schon irgendjemand einen kommerziellen Kracher wie „Die Flut“ im Radio gehört … ü
Veröffentlicht: 1998
1998 findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr 1998