Review
Artist: Wolves In The Throne Room
Titel: Estuary
- Artist: Wolves In The Throne Room
- Label/Vetrieb: Relapse Records
Alle Achtung: Seit 2002 sind die Gebrüder Weaver nun schon anhaltend und unbeirrbar dabei, ihren ganz ureigenen Atmospheric Black Metal mit aller Hingabe und künstlerischer Weitsicht zu schmieden. Dabei sozusagen auch in diversen Härteverfahren firm, gebricht es den Liedern dahingehend zu keiner Zeit an vollends vermittelten Gefühlsschichtungen. Packende Synth-Beigaben sind inklusive, den erhebendsten von Blut Aus Nord nicht unähnlich, kann das Anhören auch aktuell zum reinsten spirituellen Darkness-Powertrip mutieren. Köstlich, köstlich!
Mit „Estuary“ führen die respektierten US-Meister Wolves In The Throne Room ihr hermetisches Schaffen wohltuend ohne Überraschungen fort, das achte Album beinhaltet sechs Tracks, die sich auf knapp 50 Minuten erstrecken. Erzdüster, naturverschworen und inbrünstig erklingt das Ganze, in so manchen Passagen majestätisch und triumphal. Thematisch dreht sich „Estuary“ um eine postapokalyptische Welt, 1000 Jahre in der Zukunft – alles Zivilisatorische wurde von einer Katastrophe ausgelöscht, wenige mutierte Überlebende stromern in Ruinen umher. Und was tun sie? Eine neue Religion gründen. Na, dann kann das Glaubens-Unheil ja wieder mal von vorne losgehen – manche lernen’s eben nie.
Markus Eck
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