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CD-Rezension / Review / Kritik

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vaniish memory

Vaniish
„Memory Work”
(Metropolis Records/Soulfood)
Atmosphärische, gitarrenlastige Wave- und Shoegaze-Bands gibt es viele, glücklicherweise auch immer wieder solche, die aus der Masse herausstechen. Vaniish sind eine davon. Ihr Debütalbum macht Lust darauf, es gleich mehrmals hintereinander zu hören. Angetreten ist die Band aus San Francisco um die ehemaligen Wax Idols- und Veil Veil Vanish-Mitglieder Keven Tocon und Amy Rosenoff mit dem hehren Ziel, den 4AD-Sound in die Zukunft zu transportieren, was ihr auf „Memory Work“ sehr schön gelungen ist. Zwar liegt Sänger Tocon beim Streit um die Robert-Smith-Gedächtnismedaille immer noch ganz weit vorne, aber er versteht es auch durchaus, sich stimmlich abzugrenzen und ein eigenes Profil zu entwickeln. Der Titeltrack, der nach einem ansprechenden Intro das Werk eröffnet, besitzt einen pulsierenden düster-treibenden Beat, der zum Tanzen animiert, ist gleichzeitig melancholisch und voller Energie. „Kaleidoscoped“ besticht durch brillante Gitarrenarbeit, die Akzente setzt, und geht in Richtung Joy Division. Damit ist die musikalische Bandbreite noch lange nicht ausgereizt, denn mit „Merge“ ist auf „Memory Work“ ein Shoegaze-Pop-Song zu finden, der für den Clubeinsatz prädestiniert erscheint, während „Search And Replace“ post-punkig aggressiv daherkommt. Das zu Herzen gehende, an einen Soundtrack erinnernde „La Foi Au Fil De L’Eau“ beschließt das Album und zeigt eine weitere Facette dieser außergewöhnlichen Band. Wird groß werden!
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

Monday the 26th.
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