CD-Rezension / Review / Kritik

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vanguard retribution

Vanguard
„Retribution“
(Conzoom Records)
Elektronische Musik aus Schweden, was kann da schon schiefgehen? Eigentlich nichts. Das schwedische Duo Vanguard bestätigt die Vermutung und liefert ein Album mit technisch einwandfreien Electropop-Songs. Möglicherweise ist es eher Absicht als Zufall, dass „On My Own“ wie ein typischer Song von Mesh klingt, „Firefly“ gar wie einer heißt und „Dirt“ ein wenig an And One erinnert. Macht aber nichts, denn was einmal gut war, muss nicht jedes Mal neu erfunden werden. Nach ihrem 2012 erschienenen Debüt „Sanctuary“ beweisen Vanguard jetzt, dass sie es immer noch können. Das erwähnte „Firefly“ ist keine Coverversion des gleichnamigen Songs von Mesh, sondern eine selbstgeschriebene Ballade über eine verlorene Liebe. Hoffnung, Liebe und Verlust sind Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen und in jedem der elf Lieder eine Rolle spielen. Das bedient fraglos gewisse Klischees, aber was soll’s? Die Qualität der Musik stimmt, „Retribution“ steht für ordentlichen, schnörkellosen Electropop.
Kai Reinbold

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


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