CD-Rezension / Review / Kritik

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vampyromorpha fiendish tales of doom

Vampyromorpha
„Fiendish Tales Of Doom“
(Trollzorn Rec./Soulfood)
Gleich vorneweg: An der Coverversion des Fleetwood Mac-Songs „I Am So Afraid“ werden sich die Geister sicherlich scheiden! Doch Coverversion hin oder her – der ‚Adult Oriented Doom Metal‘ von Vampyromorpha lässt zwar einerseits keine blut- und rotweingetränkten Klischees aus, doch Spaß macht er allemal. Schon „Deliver Us From The Good“ macht klar, dass hier nicht nur Horrorszenarien inszeniert werden, sondern es auch richtig kraftvoll zur Sache geht, denn die Herren Nemes Black und Jim Grant scheinen viel mehr Ahnung vom metallischen Handwerk zu haben, als der augenzwinkernde Pressetext zunächst vermuten lässt. Schön schräg geht es dann mit „Häxanhammer“ weiter, wo die genialen Hammond-Orgelklänge die richtige Atmosphäre schaffen. Auf Albumlänge wird deutlich, dass besonders viel Wert auf verspielte Intros gelegt wurde, was „Fiendish Tales Of Doom" eine besondere Prise Gruselaura verleiht. Mir persönlich gefällt „Metuschelach Life Cycle” am besten, da dieser Song anhand der Gitarrenklänge deutlich macht, wie gut Vampyromorpha rocken. Dies gilt auch für den Song „Bacchus“, der hiermit auch als Anspieltipp empfohlen sei.
Medusa

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.
Friday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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