CD-Rezension / Review / Kritik

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day wave the days we had 2017
Day Wave
„The Days We Had“
(Harvest Records/Caroline)
Beschwingt verträumter Indiepop ist es, den Jackson Phillips da mit seinem Projekt Day Wave auf sein Debütalbum gebracht hat. Man entdeckt eine gewisse Verwandtschaft zu Surfpop und Twee-Pop, bei gleichzeitiger Verwurzelung im Postpunk. Phillips ist ein Alleskönner, deshalb nahm er alle Instrumente gleich selbst auf und ließ sich lediglich von seinem Toningenieur Mark Ranken (u.a. Bloc Party, Queens Of The Stone Age) helfen. Das Augenmerk liegt im heiteren Sound von Day Wave klar auf der Gitarre, aber die oft sirenenhaften Keyboards ergänzen sich prima mit dem hohen Hintergrundgesang. Vieles auf diesem Debüt dürfte auch die Fans von Beach House erfreuen, obwohl dem Ganzen der magisch-mystische Traumzauber jener Band fehlt. Das macht Phillips aber durch bestechende Melodien und hüpfende Rhythmen wieder wett, besonders deutlich wird das bei „On Your Side“, das es sicher bis auf die Indie-Tanzflächen bringen wird.
Georg Howahl



Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017


Friday the 15th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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