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CD-Rezension / Review / Kritik

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cheatahs cheatahs

Cheatahs
„Cheatahs“
(Wichita/PIAS/Rough Trade)
Wenn sich in den späten 80ern My Bloody Valentine mit Dinosaur Jr. getroffen hätten, um eine im besten Sinne verwaschene Version von Powerpop zu spielen, wären sie wohl dem Sound der Cheatahs verdammt nahe gekommen. Das Debüt dieses Quartetts, das sich um den Kanadier Nathan Hewitt geformt hat, strotzt vor Energie und baut große Gitarrenwände und Akkordlandschaften auf – was man also von einer Shoegaze-Band von heute erwarten darf. Zu Hewitt gesellen sich James Wignall (Gitarre/Gesang, England), Dean Reid (Bass, USA) und Marc Raue (Drums, Deutschland). Es sind also vier Nationen zusammengekommen, um eine gemeinsame Version eines angenehmen Gitarrenrauschens zu finden. Dabei sind Cheatahs nicht so konsequent lärmig wie A Place To Bury Strangers. Auch sind sie sanfter als Metz, als deren Support sie bereits gespielt haben. Dafür haben sie zwischen ihren Noise-Einlagen („Kenworth“) immer wieder schwelgerische melodische Phasen („Fall“). Oder sie lassen die hohen Gitarrenakkorde konsequent perlen („Cut The Grass“). Definitiv ein Showgaze-Newcomer, den man im Auge behalten sollte, wenn man den Blick von den eigenen Schuhspitzen lösen kann.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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