CD-Rezension / Review / Kritik

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Sirenia Dim Days Of Dolor CD Cover

Sirenia „Dim Days Of Dolor“

(Napalm/Universal)
Dass sich die Norweger Symphonic Gothic Metaller mitten in den Aufnahmen zum neuen Epos von Sängerin Ailyn zu trennen hatten, brachte überraschend schnell die langjährige Sirenia-Chorsängerin Emmanuelle Zoldan ans Hauptmikrofon. Und dieser nicht unwesentliche Wechsel bringt auf „Dim Days Of Dolor“ reizvolle neue Facetten mit sich. Denn die Opern-erfahrene Dame verfügt über eine sehr beeindruckende Stimmbandbreite, die auf dem neuen Werk ebenso tief wie umfangreich zum Tragen kommt. Optimal! Seit dem 2015er Albumvorgänger „The Seventh Life Path“ hat Gitarrist und Maincomposer Morten Veland elf Stücke vollendet, die insgesamt düsterer, melancholischer und partiell sogar knackiger geworden sind. Aber keinen Deut weniger anspruchsvoll und durchdacht! Vor allem auch strukturell geht es abwechslungsreich zu, was das Entdecken der durchweg stabilen Stücke anhaltend ereignisreich machen kann. Auch in den dynamischsten und energischsten Passagen gibt sich „Dim Days Of Dolor“ als ein hochgradig emotionales Album. Wie gemacht, um damit winterlich-lichtlose Festlichkeiten erleuchtend zu kultivieren.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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