CD-Rezension / Review / Kritik

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tides from nebula eternal movement

Tides From Nebula
„Eternal Movement“
(Long Range Records/SPV)
Da Postrock-Bands ja meist ohne Gesang auskommen und sich auf Gitarre und Drums fokussieren, beschreibt man ihren Sound vielleicht am besten, indem man die Stimmung ihrer Musik umreißt. Und hier heben sich Tides Of Nebula aus Warschau von vielen Vertretern ihres Genres ab: Der Sound ist nicht so düster, die Kontraste zwischen laut und leise, zwischen entspannt und bedrohlich sind nicht so hart wie bei anderen. Was nicht heißt, dass die Gitarren etwa in „Emptiness Of Yours And Mine“ in irgendeiner Weise zurückhaltend wären. Aber das Auftürmen einer Wall Of Sound und das anschließende Gewitter laufen auf dem dritten Album „Eternal Movement“ ein wenig subtiler ab, als man es als Postrock-Fan gewohnt ist. Dennoch hat das Quartett ein wenig an seinem Songwriting geschraubt, denn es setzt nicht mehr ganz so sehr auf Atmosphäre wie zuvor. Denn noch auf „Earthshine“ mündete die Zurückhaltung manchmal auch in Langeweile. Das passiert auf diesem schillernden, teils psychedelischen Stück Rock nicht. Allerdings kann es noch immer sein, dass dem Hörer die Stücke nach dem Hören sofort wieder entgleiten. Aber das ist das Schicksal so vieler Postrock-Bands.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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