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CD-Rezension / Review / Kritik

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pixies indie cindy

Pixies
„Indie Cindy“
(Pixiesmusic/Pias)
Da dachte man, die tun nix mehr, die wollen bloß live spielen, dann kommen die Pixies doch noch um die Ecke und rotzen dieses Monster von einem Album heraus, als hätte es die letzten 23 Jahre nicht gegeben. Es war allerdings eine Rückkehr mit Ansage, denn über ihr eigenes Label Pixiesmusic haben die arschcoolen Indierocker zuvor drei EPs veröffentlicht, auf denen jeder der neuen Songs schon zu hören war. Natürlich war das alles nur für die Fans, streng limitiert und schnell ausverkauft, so dass man sich fast schon als schlechter Fan fühlen muss, wenn man jetzt nur das Album kauft; das es in fünf Ausführungen gibt, von der jede etwas für sich hat. Und zum Record Store Day erschien noch eine sechste limitierte Version, die schneller ausverkauft war, als man Pixies sagen konnte. Hm, aber wie sind die Songs? Sehr, sehr gut, denn schon gleich am Anfang mit „What Goes Boom“ quält Joey Santiago derart die Gitarren, dass man meinen könnte, es wäre ein Metal-Track, allerdings ohne das überflüssige Pathos, denn Black Francis singt cool und melodisch wie eh und je, nicht ohne zwischendurch ordentlich zu schreien. Beim Anti-Hipster-Song „Bagboy“ kaschiert die Band sehr gut, dass sie zum Trio geschrumpft ist. Bassistin und Hintergrundsängerin Kim Deal hat sich ein paar Tage nach Beginn der Aufnahmen von der Band verabschiedet. Ihren Part übernimmt in diesem Song Sängerin Kim Shattuck, die als Ersatz für Deal kommen sollte, aber mittlerweile auch schon wieder raus ist. Alle zwölf Songs klingen, als wäre kein bisschen Zeit vergangen zwischen 1991 und heute – und das ist vielleicht der einzige Vorwurf, den man den Pixies machen kann.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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