CD-Rezension / Review / Kritik

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Ride Weather Diaries CD Review

Ride „Weather Diaries“

(Wichita/Pias/Rough Trade)
Warum gibt es eigentlich so wenig mitreißenden neuen Britpop? Sicherlich schwammen Ride in den frühen 90ern eher auf dieser Welle, jedoch sendeten sie immer erfreuliche Grüße von der poppigeren, ravigeren Seite des Shoegaze- und Dreampop-Sounds. Begrüßenswerter Weise hat sich die Band wieder in Originalbesetzung zusammengefunden. Vor allem wichtig dabei: Andy Bell, der nach dem Ende von Ride noch Erfolge mit Hurricane #1 einheimste, singt wieder. Und es klingt, als wären die letzten 20 Jahre seit dem letzten Album oder die 25 Jahre seit den großen Erfolgen von Ride spurlos ins Land gezogen. Gerade das vorab vorgestellte „Charm Assault“, ein regierungskritischer Song, sollte den direkten Weg auf die Indie-Floors finden. Ride schlagen zwar auch melancholischere Songs an, etwa mit dem Titeltrack „Weather Diaries“, aber der positive Eindruck bleibt: Ride rocken und raven noch genau so wie damals. Vielleicht folgen ja ein paar Bands von damals diesem strahlenden Beispiel.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
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