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CD-Rezension / Review / Kritik

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Veröffentlichungsdatum
Pixx The Age Of Anxiety CD Cover

Pixx „The Age Of Anxiety“

(4AD/Beggars Banquet/Rough Trade)
Gerade mal 21 Jahre alt ist Hannah Rogers alias Pixx. Und ist schon ordentlich mit Vorschusslorbeeren geschmückt. Die britische Presse ist natürlich schnell dabei, einen guten Hype zu fördern. Doch der sperrige, leicht folkige Dreampop der Londonerin hat tatsächlich Potential. Songs wie „Romance“, „Toes“ oder „I Bow Down“ versprühen eigentümliche Schönheit, nicht im klassischen Sinne. Sie sind geflutet mit Dissonanzen, die sich nicht selten in griffigen Harmonien auflösen. Dazu prägnante Hooks, die aber nicht aus dem Einsteigerbaukasten für Plastikpop stammen. Über allem hängt ein Flair von Eighties, das von Siouxsie And The Banshees über Cocteau Twins bis Eurythmics reicht, auch wenn Hannah Rogers lieber Dylan, Joni Mitchell und Aphex Twin als Inspirationsquelle zitiert. Ganz falsch ist das sicher nicht, doch schlummern diese Referenzen in der Tiefe der Songs. Insgesamt braucht „The Age Of Anxiety“ Zeit, um alle Vorzüge zu entfalten – gerade weil Pixx es ihren Hörern nicht immer einfach macht. Obwohl es ein eindrucksvolles Debüt ist, besteht die Gefahr, dass es zu den Perlen im Plattenschrank kommt, die allzu oft ungehört bleiben.
Torsten Schäfer

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
Thursday the 29th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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