CD-Rezension / Review / Kritik

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dave phillips homo animalis

Dave Phillips
„Homo Animalis“
(Schimpfluch Associates)
Dave Phillips, älteren Grindfans und Metallern noch aus Fear Of God Zeiten ein Name, führt hier Material zusammen, das in ursprünglicher Form in den USA, Russland und Polen auf verschiedenen Tapes veröffentlicht wurde. Die sehr subjektive Entscheidung, ob man „Homo Animalis“ unter Ambient oder Noise einsortiert, wird maßgeblich von der Lautstärke der Wiedergabe beeinflusst. Unabhängig davon erzeugen die zehn Tracks permanente Gefühle des Unwohlseins, der Beklemmung und Apathie. Seine Mittel hierfür sind klassische Instrumente, Field Recordings, extreme Manipulationen im Sound und eine äußerst hohe Dichte menschlicher und entmenschlichter Schreie. Das mag für viele Ohren derb klingen, aber dabei sollte nicht überhört werden, wie filigran Phillips die einzelnen Elemente im Arrangement einsetzt. Schönheit brutal und über die Gesamtspieldauer ein angstschweißtreibender Höllentrip.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

Monday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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