CD-Rezension / Review / Kritik

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The Hand Three Is A Crowd CD Cover

The Hand „Three Is A Crowd“

(Goodfellas Records)
Es gibt sie doch noch, die neuen Shoegaze- meets Psychedelic Rock-Alben, die a) nicht von den Genreurvätern stammen und b) sich nicht nur an eben jenen orientieren, sondern die c) ein viel größeres Stilpotpourri wagen. Das italienische Trio The Hand orientiert sich vornehmlich am futuristischen Songwriting von Glam-Rock-Größen wie T. Rex gepaart mit Einflüssen aus dem elektronischen Rock’n’Roll von Martin Rev und Alan Vega a.k.a. Suicide, new-wavigen Synth-Sounds im Geiste von Fad Gadget und New Order, Krautrock-Sprenkeln à la Neu! und natürlich den brachialen Wall-of-Sound-Ingredienzien von Vorreitern wie The Jesus And Mary Chain oder Spacemen 3. Ganz schön viele Zutaten, in der Tat, aber derart gut nuanciert abgeschmeckt, dass einem ganz wohlig wird, speziell beim Hören der ersten beiden Singles „Three Is A Crowd“, „The Commissioner“ und „Holy War“. Kein Wunder, dass die drei Römer bereits mit Acts wie den legendären Wire oder den Indie-Darlings der Crocodiles auf der Bühne standen. Nicht nur für Genrefans!
Thomas Thyssen

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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