CD-Rezension / Review / Kritik

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dead fader blood forest

Dead Fader
„Blood Forest“
„Scorched“
„In Cover“ (12“)
(Robot Elephant/Small But Hard)
Verfügte der Todesstern aus Star Wars eigentlich über eine Disco oder irgendeine andere Form von Vergnügungsstätte? Nehmen wir dies mal hypothetisch an, lässt sich leicht der Gedanke weiterspinnen, dass dieser Ort von Menschen wie Dead Fader bespielt wird. Zumindest erweckt der zweite („Scorched“) seiner neuen Longplayer genau diesen Eindruck. Dead Fader ist bekannt für seinen eklektizistischen Ansatz; hier verbindet er Dubstep, Harshnoise, schwere Down- und broken Beats zu einem Gemisch, das entmenschlicht und gewalttätig, aber auch höchst intelligent und hochtechnologisch erscheint. Welches Mitglied der imperialen Truppen würde dazu nicht gern das Tanzbein schwingen? Abgang Sturmtruppen und Szenenwechsel. Als Gegenentwurf zu „Scorched“ geriert „Blood Forest“ Album: Ein rasanter Trip durch einen kunterbunten Wunderwald – und wir reden hier nicht von Endor. Der Titel führt indes auf falsche Fährten – im „Blood Forest“ regiert die elektronische Niedlichkeit der alten Warp-Schule.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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