CD-Rezension / Review / Kritik

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Echo West Pagan City Goth CD Cover

Echo West „Pagan City Goth”

(Dark Vinyl/Nova MD)
Zum dritten und finalen Teil der „Pagan City”-Reihe fährt Alleinunterhalter Dirk-Torben Klein nochmal groß auf. Zeigt gleich zu Beginn, dass er wahrlich genug gute Songideen für eine Trilogie hatte, wenn er das fast schon punkig anmutende „Never Forget“ auf eine imaginäre Tanzmeute loslässt. Vielleicht kein Zufall, dass sich „Pagan City Goth” um den Schwerpunkt „Mensch und Natur” dreht. Tatsächlich thematisiert wird das Tanzen im folgenden „Heathen Distance“, das ebenfalls zu selbigem einlädt – wenn auch deutlich damit verbunden, sich auf unglaubliche Sounds einzulassen, die der Dortmunder ein ums andere Mal aus seinen Synthies kitzelt. Wie auch bei dem ungestümen, industriell grummelnden „Sub Zero“, das fast gänzlich ohne Gesang auskommt und trotzdem fesselt. Im Mittelteil nimmt sich Klein eine kleine Auszeit, um sich noch mehr dem Experimentellen hinzugeben, ehe er mit „Bodies Of Fire“, „Noht“ und „Follow The Old Way“ wieder groß (elektronisch) liefert und von Sound und Machart an Acts wie Bakterielle Infektion oder auch The Rorschach Garden andockt.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
Saturday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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