CD-Rezension / Review / Kritik

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bohren und der club of gore pianonights

Bohren & Der Club Of Gore

„Piano Nights“
(PIAS/Rough Trade)
Bohren & Der Club Of Gore ist vielleicht die letzte Konsensband, die es schafft, gleichzeitig erfolgreich und nicht beliebig zu sein. Auch wenn das grobe Setting seit „Sunset Mission“ fixiert ist – mit jedem Album haben die Herren aus Mülheim und Köln unbekanntes Terrain beschritten und ihrem tiefschwarzen Sound neue Facetten hinzugefügt. In den Fokus rückt diesmal das Klavierspiel von Christoph Clöser. Es gibt aber auch ein Wiederhören mit der Twang-Gitarre aus der bandeigenen Frühphase, knarzende Metallsounds und immer wieder an Kirchenmusik erinnernde Orgelpassen. Die Stimmung ist melancholisch, driftet jedoch nie ins Düstere ab – Amoklauf und Zombie-Apokalypse finden auf anderen Bohren-Alben statt. „Piano Nights“ liefert die Musik zu einer dunklen, aber auch sehr leisen Nacht.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Monday the 9th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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