CD-Rezension / Review / Kritik

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Box And The Twins Everywhere I Go Is Silence CD Cover

Box And The Twins „Everywhere I Go Is Silence“

(Manic Depression/Synth Religion/Reptile Music)
Während sich die beiden ersten EPs von Box And The Twins noch durch ihre klare Verwurzelung im Dream Pop auszeichneten, hat das Kölner Trio auf seinem Debütalbum „Everywhere I Go Is Silence“ seine Bandbreite noch ein Stück erweitert. Und das, ohne den Charakter der Musik zu verändern. Es ist einfach so, dass die schwebenden Melodien jetzt oft durch einen brillanten, schweren Beat geerdet sind. Er macht die zwölf Songs eingängiger, man meint, die Handschrift der Produzentin Hélène de Thoury (Hante, Minuit Machine, Phosphor) herauszuhören. Einige frühe Hits wie „Perfume Well“ und „Sometimes The Waves“ wurden für das Album neu arrangiert. Und gleich mit „Gravity“ liefern Box And The Twins einen Song, der es mit den EP-Stücken aufnehmen kann. Das untrügliche Erkennungszeichen ist die verträumt-entrückt wirkende Stimme der Sängerin Box von Dü, aber auch die ätherischen Gitarren und die unaufdringlichen Synthflächen tragen zur einer Atmosphäre bei, in der man die Augen schließen und gedanklich hinfort schweben möchte. Also: Augen zu, Traum an.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
Monday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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