CD-Rezension / Review / Kritik

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Art Of Anarchy The Madness

Art Of Anarchy „The Madness“

(Century Media/Sony Music)
Am Anfang etwas Namedropping: Gitarrist Ron ‚Bumblefoot‘ Thal von Guns N’ Roses, Bassist John Moyer von Disturbed, die Brüder John und Vince Votta an Gitarre und Drums und der Grammy-Gewinner Scott Stapp von Creed formieren die Gruppe Art Of Anarchy. Liest man diese Namen, geht man mit einer gewissen Erwartungshaltung ins Hörerlebnis des zweiten Longplayers der Band, welcher den Namen „The Madness“ trägt. Wirklich anarchistisch wird es nicht und verrückt auch nicht. Dafür wird aber ordentlich gerockt. Interessanter Weise lassen sich die musikalischen Referenzen der einzelnen Mitglieder sehr gut heraushören. So hat „Echo Of A Scream“ ganz stark was von einer Disturbed-Nummer, und, wenn man es weiß und sich darauf einlässt, klingt auch „Won’t Let You Down“ etwas nach Guns N’ Roses. So rockig wie das Album ist, so kommt es an den meisten Stellen doch ohne sich überschlagende Tempi und BPM jenseits der 150 aus, und bleibt trotzdem druck- und kraftvoll. Zehn Tracks umfasst „The Madness“, und wenn man sie in angemessener Lautstärker hört, hat man am Ende auch ordentlich Ohrensausen, denn der Sound ist satt und laut. Ein wirklich tolles Album, auch wenn der Titel nicht wirklich viel mit der Musik auf der Scheibe zu tun hat.
Christian Haase

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
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