CD-Rezension / Review / Kritik

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ravenia beyond the walls of death

Ravenia
„Beyond The Walls Of Death“
(Inner Wound Recordings/Alive)
Ravenia ist eine besondere Band, die immensen Wert auf filigranste Nuancen legt. So entpuppt sich das Erstlingswerk der neunköpfigen Finnenformation auch als ein Album, das definitiv Geduld erfordert. „Beyond The Walls Of Death“ braucht seine Zeit. Die komplex-progressiven Klanglandschaften bauen sich nur allmählich auf, die einzelnen Sequenzen in den Liedern leben von einer stetig wachsenden, atmosphärischen Tiefe und eher zurückhaltender, introvertierter Schönheit, die nach und nach ihren Zauber entfacht. Die Mischung aus massiver Orchestrierung, einem cineastischen Score-Sound und immer wieder auflodernder Metal-Eruptionen zeichnet die Debütscheibe aus und wird von melancholisch-sehnsuchtsvollen Melodien sowie einer stetig spürbaren Tristesse getragen. Vokalisten Armi Päivinen schließt diesen virtuos-mystischen Kreis mit ihrem eigenwilligen Gesang, der teils sphärisch und kaum greifbar anmutet, dann aber wieder recht klar den Song dominiert. Ein interessantes, sehr experimentelles Album der Suomi-Symphoniker, das es zu entdecken gilt - man muss sich nur darauf einlassen.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.


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