CD-Rezension / Review / Kritik

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grand magus sword songs

Grand Magus
„Sword Songs“
(Nuclear Blast)
Der Nachfolger zum 2014er Hammeralbum „Triumph And Power“ haut zwar stilistisch haargenau in dieselbe Kerbe, erreicht aber dessen turmhohe Qualität und famose Eingängigkeit leider nicht wie erwartet. Dabei waren die spielkulturell so stabilen Schweden auf dem allerbesten Weg, mit ihrem doomigen und epischen Heavy Metal endlich mal nach ganz oben in der Gilde vorzustoßen! Höchste Zeit dafür ist es für Grand Magus ja wirklich schon länger. Ein Jahr vor der Jahrtausendwende gegründet, entwickelte der verschworene, dreiköpfige Männerbund um Sänger, Axeman und Maincomposer JB mit der Zeit einen enorm kraftvollen, betont erdigen, heldenhaft getränkten und rhythmisch wuchtigen Stil. Und martialisch hoch zehn ist auch „Sword Songs“ geworden. Einer der besten Tracks auf dieser Scheibe ist eindeutig das dreieinhalbminütige „Varangian“: Hymnisch, vollmelodisch und simpel-packend strukturiert. Nach wie vor lebt das Trio ein deutliches Faible für reißerisch inszenierte Stampfer mit überaus markanten Basslinien aus, wie mit dem harsch pumpenden „Forged In Iron - Crowned In Steel“ richtig souverän aufgezeigt wird. Instrumentell passt erneut ohnehin alles. Lediglich fehlt es der linientreuen Formation diesmal einfach an echten kompositorischen Höhenflügen mit zeitloser Klasse. „Sword Songs“ braucht also durchaus so einige Anläufe. Erinnert mich in einigen Passagen an die für meinen Geschmack zu sperrigen Frühwerke der Band. Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.


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