CD-Rezension / Review / Kritik

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embrace embrace

Embrace
„Embrace“
(Cooking Vinyl/Indigo)
In den glücklichen 90er-Britpop-Tagen waren Embrace die Könige des Pathos und konnten es sich leisten, Coldplay als ihre Vorgruppe auftreten zu lassen. Das waren die großen Tage und man muss zugeben, dass niemand seit zehn Jahren noch etwas wirklich Großes von Embrace gehört hat, denn damals erschien ihre wunderhübsche Single „Gravity“, geschrieben von Coldplay-Sänger Chris Martin. An der kreativen Flaute hat sich mit dem neuen Album jedoch einiges geändert. Mit ihrem fünften haben die Brüder McNamara ihrer Band nicht nur die großen hymnischen Bögen von früher gegönnt, nicht nur die dramatischen Streicherbegleitungen, sondern auch einen ordentlichen Schuss Dance-Rhythmus. Das lässt einen vertrauten Sound noch ein ganzes Stück frischer erscheinen. Es hat sich also gelohnt, dass Embrace mehr als drei Jahre an diesem Album herumschraubten, wie die lebensfrohe Liebeshymne „Follow You Home“ zeigt oder die Killertracks „Quarters“ und „Self Attack Mechanism“. Falls es im Jahr 2014 noch eine Erfolgsformel gibt, um mit neuem Britpop die Stadien zu füllen, dann haben Embrace sie gefunden.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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