CD-Rezension / Review / Kritik

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enslaved roadburn live 2017
Enslaved
„Roadburn Live“
(By Norse/Membran)
Es spricht wohl eher für als gegen Enslaved, dass die 1991 ins Leben gerufene Progressive Viking Metal-Formation erst jetzt eine Liveveröffentlichung publiziert. Besser zu spät als dauernd, könnte man dabei sagen, zählen die aufrechten Mannen um Anführer Grutle Kjellson doch zu der sehr raren Sorte von 100-prozentigen Idealisten. Und zu den besten Live-Acts des Genres, wovon man sich mittels „Roadburn Live“ im heimischen Ambiente bequem überzeugen kann. Aufgezeichnet wurde 2015 eine Headliner-Festivalshow im niederländischen Tilburg auf dem dortigen Roadburn Festival, wofür Gitarrist Ivar Bjørnson als Kurator fungierte. Tastenmann Herbrand Larsen gab dabei seinen Ausstand. Gespielt wurden vorrangig neuere Stücke, die der progressiven Ära der Gruppe entsprangen von den Alben „Below The Lights“, „Isa“, „Monumension“, „Riitiir“ und „In Times“. Als Gäste partizipierten Einar Selvik von Wardruna, Aðalbjörn Tryggvason von Sólstafir, Per Wiberg (Opeth, Candlemass) sowie Menno Gootjes von Focus, der beim Led Zeppelin-Cover „Immigrant Song“ mitmischte, der allerersten Nachspielversion, die es überhaupt von Enslaved auf einem Release gibt. Der gezeigte Auftritt ist typisch, überzeugend und sympathisch. Und da Jens Bogren in seinen Fascination Studios das Mastering übernahm, gibt es auch klanglich nichts auszusetzen.
Markus Eck



Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017


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