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2014 depeche mode live in berlin

Depeche Mode

„Live In Berlin“
(Sony)
Ob sich die betreffenden Kinobetreiber darüber bewusst waren, worauf sie sich einließen, als sie sich Ende Oktober die Vorabpremiere der neuen Depeche Mode-DVD „Live In Berlin“ in die Säle holten? Der Black Swarm war ausgezogen, um seine Helden zu feiern – und wenn es nur auf Leinwand ist. Oder, ab jetzt, eben zu Hause auf dem heimischen Fernsehgerät! Haus- und Hof-Künstler Anton Corbijn hatte bereits 1993 das Monument „Devotional“ und acht Jahre darauf „One Night In Paris“ inszeniert und für die Nachwelt festgehalten. Jetzt ist er mit „Live In Berlin“ wieder am Werk. Dazu wurde nicht das verregnete, dadurch aber nicht minder grandiose Konzert im Berliner Olympiastadion mitgefilmt – but not tonight eben – sondern die beiden Gigs in der O2-Arena Ende November 2013. Die jeweils 22 Songs der aufeinander folgenden Nächte hat Corbijn kunstvoll zusammengeschnitten. Dazu gibt es – wenn man möchte – gut 15 Interviewsequenzen, natürlich mit der Band, aber auch mit Manager Jonathan Kessler oder den Fans. Als Reporter war Corbijn höchstpersönlich im Einsatz, eine ganz neue Nuance, die es bisher so nicht gab. Dazu kommen Behind-The-Scenes-Material und ein Akustikset in Berlins ältestem Bordell, dem Salon Bel Ami, zusammengefasst zur Dokumentation „Alive In Berlin“. Das ganze Spektakel bekommt man natürlich auch in reiner Audioform auf Doppel-CD und wahre Genießer dürfen sich an der Blu-ray Disc mit „Delta Machine“ (inklusive aller Tracks der Deluxe-2CD-Editon) im hochauflösenden 5.1-Raumklang ergötzen. Ein rundes Teil, das sein Geld wert ist.
Catrin Nordwig


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