CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken

gardens  villa dunes

Gardens & Villa
„Dunes“
(Secretly Canadian/Cargo)
Nun ist das Indiegenre ja doch so sehr mit Gitarren überfrachtet, dass man sich schon wundert, wenn eine Band so erfrischende und positive Soundimpulse aussendet wie Gardens & Villa. Denn beim kalifornischen Quintett sind die Saiteninstrumente allenfalls schmückendes Beiwerk, die Melodien werden neben dem Gesang getragen von Synthies, Piano und Flöte (!). Was gleich im Opener „Domino“ das etwas befremdliche Gefühl auslöst, dass man hier von einer cool gespielten Panflöte überrumpelt wird (obwohl es so etwas wie eine cool gespielte Panflöte eigentlich nicht geben kann). Über weite Strecken hat man das Gefühl, einer 80er-Jahre Popband zuzuhören, die gerade einen ihrer abgedrehten Momente auslebt. Man denkt streckenweise an Julian Casablancas’ Soloalbum oder frühe Duran Duran, wobei die Melodien stets etwas Verspielteres haben, eher so wie eine relaxte Version der Cults. Das ganze Album ist auch nach zigfachem Durchhören etwas schwer zu fassen, aber durchaus charmant. Wer sich selbst den besten Eindruck davon verschaffen will, sollte mit „Bullet Train“ beginnen, dem greifbarsten der zehn Tracks.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Friday the 21st.
2017 Sonic Seducer Magazin

©