Review
Artist: COIL
Titel: Backwards
- Artist: COIL
- Label/Vetrieb: Cold Spring
Coil gelten als eine der wichtigsten esoterischen Bands überhaupt. Klar. Auch klar: Seit Jahrzehnten nun kommt keine neue Musik mehr von den elektronischen Briten, denn die beiden Hauptmitglieder John Balance (1962–2004) und Peter Christopherson (1955-2010) verstarben früh. Also handelt es sich hier wie bei den letzten Releases allesamt um Archivaufnahmen. Vorliegendes Album gilt als Bindeglied zwischen den beiden wichtigen Coil-Werken „Love’s Secret Domain“ (1991) und „Musick To Play In The Dark“ (1999). Aber in einigen Momenten erreicht man mit Songs wie „A Cold Cell” eben doch die Tiefe des genannten Werkes. Kurz etwas zur Geschichte von „Backwards“, das nicht zu verwechseln ist mit dem Bruderalbum „New Backwards“ – das wurde später aufgenommen, aber früher veröffentlicht. Nämlich 2008. Vorliegendes „Backwards“, erstmalig 2015 offiziell auf Cold Spring Records erschienen, wurde 1996 in New Orleans fertiggestellt in den Nothing-Studios von Nine-Inch-Nails-Mastermind Trent Reznor. Nicht jeder einzelne Track ist ein Meisterwerk, zum Beispiel das Titelstück nervt bisweilen gewaltig. Aber mit „Amber Rain” oder „Paint Me As A Dead Soul” sind viele großartige Songs enthalten, die das Album noch heute unverzichtbar machen. Ein Re-Release auf CD erscheint den Briten von Cold Spring offensichtlich nicht nötig – stattdessen erscheint das Album nun in gleich drei verschiedenen Editionen auf Vinyl.
Uwe Marx
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