CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
X Marks The Pedwalk Secrets CD Cover

X Marks The Pedwalk „Secrets“

(Meshwork/Alive)
Gleich den Opener „Masterpiece“ zu nennen, das muss man auch erstmal bringen! Aber es ist nicht nur gesundes Selbstbewusstsein, das Sevren Ni-Arb und Estefania hier an den Tag legen. „Secrets“, das neunte Album von X Marks The Pedwalk und Album No. 4 nach der Wiederbelebung des Projekts, ist ein Konzeptalbum, das neben elegantem Electro philosophische Gedankenspiele bietet (siehe dazu auch das Interview). Zwar hat Sevren Ni-Arb seine Karriere als Vollzeitmusiker in den 90ern beendet, aber im Studio ist er immer noch Vollprofi. „Secrets“ klingt kompakt und trotz allem Perfektionismus überraschend warm. Die Gesangsanteile von Estefania scheinen immer mehr zuzunehmen und ich muss gestehen, dass ich die von Sevren gesungenen Tracks doch bevorzuge. Estefanias Stimme ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber sie liefert halt keine stereotypischen female Vocals ab. Mit „Breathe“ und „Ghost“ gibt es auf dem Album auch die beiden bisher besten Songs mit ihr am Mikro. „Ghost“ erinnert irgendwie an eine elektronische Version von Phillip Boa & The Voodooclub mit Pia Lund am Mikrofon, nur dass der Sound eher Richtung Client oder Ladytron geht. Während die Texte viel Futter für den Kopf bieten, werden die Tanzfüße keinesfalls vernachlässigt. „Photomatique“ und das Titelstück sind treibende, geschmeidig groovende Perlen, während das achtminütige „Sacred“ fast einen Italo Disco-Touch hat. Wer perfekt produzierten, eingängigen Electro-Pop sucht, wird bei „Secrets“ fündig. In der Tat ein „Masterpiece“!
Niggels Uhlenbruch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Monday the 23rd.
2016 Sonic Seducer Magazin

©