CD-Rezension / Review / Kritik

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We Are Temporary Crossing Over

We Are Temporary „Crossing Over“

(Trisol/Soulfood)
Dieses US-amerikanische Ein-Mann-Projekt hat mit Remixen und der Debut-EP „Afterthoughts“ bereits die Blogosphäre aufgemischt. Auf dem ersten ausgewachsenen Album „Crossing Over“ präsentiert Mark Roberts sein Innenleben über zehn Musikstücke verteilt. Dass wir es mit einem Soundtüftler und Liebhaber der elektronischen Klänge zu tun haben, wird bereits nach wenigen Takten des Openers „Apalachian Trail“ hörbar. Interessante Klangstrukturen vermengen sich in einer melodischen Instrumentierung. Auch schimmert Mark Roberts’ Liebe zu ausgetüftelten Sounds und abwechslungsreichen Tempi in den folgenden „Who’s Going To Love Me Now“, „You Can Now Let Go“ oder auch „Calling Home“ durch. Mit Musiksoftware und Produktions-Tools kann der Mann wirklich umgehen, das gesamte Resultat lässt sich deswegen gut anhören. Nur seinen Stimmsitz scheint dieser Künstler noch nicht gefunden zu haben und experimentiert unter anderem mit Autotune oder Stimmsamples, die nach verschreckten Eulen klingen. Durch Ausprobieren und wachsende Erfahrung sollte diese Schwachstelle jedoch bald der Vergangenheit angehören und We Are Temporary kann richtig durchstarten.
Sandra M. Heinzelmann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
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