CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
radium valley tales from the apocalypse

Radium Valley
„Tales From The Apocalypse“
(Pavement Records/Soulfood)
Mit Radium Valley gibt es einen neuen französischen Act in der Szene. Die achtköpfige Band legt gleich mit ihrem ersten Album richtig los: statt klassischen Chansons à la Edith Piaf gibt es eine Mischung aus Metal und elektronischen Elementen, in deren Rahmen der Hörer auf alle möglichen Weltuntergangsszenarien vorbereitet wird. Besonders herausstechen der Song „Sweet Infection“, der melodischer und ruhiger klingt als die restlichen zehn und als einziger ansatzweise das Prädikat Ballade tragen kann, sowie die Interludes „Le Terrain Vague A L’Ame“ und „Une Charogne“. Diese zwei Stücke kommen gänzlich ohne musikalische Begleitung aus, man hört lediglich eine Stimme französische Texte rezitieren, die sich detailreich der Natur widmen; im krassen Gegensatz dazu steht das Titelstück „Radium Valley“, welches instrumental gehalten ist und die mit Abstand elektronischste Komposition auf „Tales From The Apocalypse“ vorweist. Auffällig in der sonst eher harten Musik ist der Einsatz eines Xylophons in mehreren Songs, der sich aber trotzdem perfekt in den Stil der Franzosen einfügt und ihm eine eigene Note verleiht.
Juliane Niedner

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Friday the 28th.
2016 Sonic Seducer Magazin

©