CD-Rezension / Review / Kritik

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edvard graham lewis all over all under

Edvard Graham Lewis
„All Under“
„All Over“
(editionsMego)
Lewis ist der Allgemeinheit als Bassist der Art-Punk-Originale Wire ein Begriff, begann nebenbei frühzeitig, sich auch mit anderen musikalischen Ausdrucksweisen zu beschäftigen. Beispielsweise erstand 1981 in der Londoner Waterloo Gallery die interaktive Installation „MZUI“ . Einen Einblick in diesen Teil von Lewis’ Schaffen gewährt „All Under“: vier Musiken für Filme und Installationen, die zwischen 2003 und 2013 entstanden. Lewis arbeitet mit einfachen elektronischen Mitteln, bleibt bewusst vage im Klang und erzeugt drückende Stimmungen. In „The Eel Wheeled“ vertont und liest er eine seiner eigenen Kurzgeschichten über ein Backing aus SFX Library Sounds. Auf dem parallel veröffentlichten Bruderalbum „All Over“ widmet sich Lewis seiner Vorliebe für Weirdo-Pop. Hierbei steht seine unverkennbare Stimme im Vordergrund, die von elektronischen Tracks getragen wird. Diese zeichnen sich durch ein klassisches Verständnis von Sampling und Sounddesign und einen mechanischen Groove aus und heben sich damit wohltuend von vielen überproduzierten aktuellen Veröffentlichungen ab. Unterschiedlicher hätten „All Under“ und „All Over“ nicht ausfallen können. Damit zeigen sie, wie viel kreatives Potential immer noch in Lewis steckt.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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