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mesh looking skyward

Mesh „Looking Skyward“

(Dependent/Alive)
Seit 20 Jahren stehen Mesh für erstklassigen Synthpop, Studioalbum Nummer sieben festigt diesen Status. Auf „Looking Skyward“ haben die beiden Briten 13 Tracks vereint, die ein perfektes Ganzes bilden, brillant in Szene gesetzt von Haus- und Hof-Producer Olaf Wollschläger. Bereits beim ersten Hören manifestiert sich das Gefühl, dass Mesh hier – bei allem Respekt gegenüber den erfolgreichen neueren Werke – endlich wieder an die Größe ihrer ersten beiden Alben „In This Place Forever“ und „The Point At Which It Falls Apart“ anknüpfen können. Die düstere Griffigkeit und Tiefe dieser Werke spiegelt sich in Songs wie „The Traps We Made“ oder „The Fixer“ wider. Doch Mark Hockings und Richard Silverthorn sind weit davon entfernt, ein Abklatsch ihrer selbst zu sein – das waren sie schließlich nie. Mit dem Über-Clubhit „Kill Your Darlings“ und dem ultracatchigen „Runway“ hauen sie grandiose Ohrwürmer raus, in „The Last One Standing“ werden sogar mal ein paar Trance-Elemente verschraubt, die dem Stück sehr gut zu Gesicht stehen. „Once Surrounded“ erinnert von Groove und Gesangsmelodie wiederum entfernt an Depeche Modes „Delta Machine“-Album. Einzig das hoppelige „The Ride“ fällt ein wenig aus dem Rahmen und könnte als gewöhnungsbedürftig bezeichnet werden. Die obligatorischen Balladen gibt es natürlich auch, beispielsweise „Two + 1“ oder „Tactile“, so dass mindestens sämtlichen Mesh-Fans bei dieser Veröffentlichung das Herz aufgehen wird – und vielleicht auch dem ein oder anderen neuen Anhänger.
Catrin Nordwig



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