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solar fake another manic episode

Solar Fake
„Another Manic Episode“
(Out Of Line/Rough Trade)
Diese Rezension könnte sich sehr kurz fassen, und doch wäre (beinahe) alles gesagt, was es zu „Another Manic Episode“ zu verzapfen gibt: „Das vierte Album von Sven Friedrich und André Feller bietet Solar Fake pur. Nur noch besser als zuvor.“ Doch was heißt schon besser? Ob die neuen Tracks nun (noch) mehr Gefallen finden werden als ihre Vorgänger, bleibt primär Sache der kundigen Fans. Dennoch lässt sich objektiv nicht von der Hand weisen, dass „Another Manic Episode“ eine exzellent nuancierte Produktion sowie eine klangliche Transparenz aufweist, von der die bisherigen Scheiben der ungekrönten Melodic Electro-Könige zwar nicht nur träumen konnten, aber doch ein gutes Stück entfernt geblieben sind. Drohte der SF-Sound zuvor Opfer seiner eigenen Fülle zu werden, liegt das neue Material in einer absolut ausgewogenen Gewichtsverteilung vor, die Tief-, Mittel- und Hochtöner gleichermaßen versorgt. Selbstverständlich verfügt „Another Manic Episode“ über einen zünftigen Bumms, der es sich vor allem in den aggressiven („Fake To Be Alive“) bzw. technoiden („Observer“) Tracks wohlergehen lässt, ohne jedoch die ihn begleitenden Elemente zur Randerscheinung zu degradieren. Auch die verkehrsberuhigten Passagen („Until It’s Over“, „Stay“) profitieren von der neuen Kultur des organischen Miteinanders von Dancefloor und Gemüt. Allein das etwas zu eindeutig als VNV-Nation-Klon zu identifizierende „If I Were You“ mag Kontroversen schüren, doch das macht der astreine Synthpop-Knaller „I Don’t Want You In Here“ locker wieder wett.
Stephan Wolf

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