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Ra scandinavia

Ra
„Scandinavia“
(Adrian Recordings/Broken Silence)
Ein bisschen wirken die Gitarrenwände von Ra so, als würde einem eine zehn Meter hohe Tsunami-Welle entgegenkommen. Dem Quartett aus Malmö gelingt mit seinem Debütalbum „Scandinavia“ eine Ode der Verzweiflung und Zerrissenheit, die sie mit Post-Punk und psychedelischem Shoegaze der nicht ganz so eingängigen Sorte untermalen. Doch das macht gerade den Reiz dieses Sounds aus: Er eignet sich hervorragend dazu, sich wie in einem Trip darin zu verlieren. Insbesondere das 60’s-shoegazige „Be My Lover“ ist ein Song, bei dem man mit dem gesenkten Kopf im Takt schütteln möchte. Und obwohl die meisten Tracks nur eine Länge von zwei bis drei Minuten haben, reicht das aus, die volle düstere Rauschhaftigkeit zu entfalten, für die andere Bands fünf bis neun Minuten brauchen. Die Stimme von Sänger Simon Minó scheint von tiefster Verzweiflung und Wut gepeinigt zu sein. Dazu passen auch das aggressive Schrammeln und die großzügig eingesetzten Rückkopplungen. Der eingängigste Song „Winter 2012“ findet sich übrigens erst ganz am Schluss des Albums. Auch das passt ganz gut zu einem schlüssigen Konzept für ein lärmiges Gesamterlebnis.
Georg Howahl

VIDEOCLIP "THE VOID":




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