CD-Rezension / Review / Kritik

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Iannis Xenakis Persepolis CD Cover

Iannis Xenakis „Persepolis“

(Karls/a-Musik)
Im Rahmen der Perihel-Serie wird Iannis Xenakis’ lange Zeit vergriffenes Werk „Persepolis“ neu aufgelegt, nicht ohne vorher von den Originalbändern neu gemischt und gemastert zu werden. Seine Premiere feierte die Komposition als aufwendige Licht- und Tonperformance für 59 Lautsprecher 1971 im Iran. Ein Jahr später veröffentlichte der Philips-Konzern eine Stereoversion auf Vinyl. Der 50. Geburtstag des Werkes rückt langsam in greifbare Nähe und das Wissen um sein Alter lässt die Komposition nochmals entrückter erscheinen. „Persepolis“ ist das infernalische Getöse unzähliger Tonbandschleifen voller konkreter Klänge. Ein akustischer Stresstest, der kreischt, schabt und quietscht wie kaum ein zweiter und deshalb seine Spuren in Hoch- und Popkultur hinterlassen hat.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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