CD-Rezension / Review / Kritik

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ihsan das seelenbrechen

Ihsahn
„Das Seelenbrechen“
(Candlelight/Plastic Head/Soulfood)
Olala, was ist denn das? Wer bei Ihsahn eincheckt, ist sich sowieso im Klaren darüber, dass er die Roulette-Reise gewählt hat: wohin es geht, weiß man nicht, wohl aber, dass man den musikalischen Fünf-Sterne-Standard gebucht hat. Dieses Mal tanzt der Emperor-Meister aber selbst aus seinen eigenen, sehr weit gesteckten Reihen. Will man die Grenzen des Metal definieren, kann man sich hier an zehn Pfeilern entlang hangeln – mit Nahtzugabe. Musikalisch geht es von einzelnen Tönen, wie in „M“, und balladenartiger Ruhe, wie in „Pulse“, bis hin zu Geräuschwänden, die auch ein krachiges Happening begleiten könnten, wie in „Tacit 2“. Ihsahn kämpft sich durch sein „Seelenbrechen“ und ich hoffe nicht, dass das die Intention der Platte ist. Ganz ausschließen kann man’s indes nicht. Erstaunlich ist, dass trotz dieses unsäglichen Nebeneinanders und Übereinanders der Stile und den bisweilen brutalen Ausbrüchen diese Platte Können und Anspruch atmet. Nichts für nebenbei oder zum Entspannen, eher für den intellektuellen Höransatz und für eingefleischte Progressive-Hörer und solche, die es werden wollen. Sowie natürlich für alle Emperor-Fans.
Yvonne Duchateau

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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