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Erstellt am Mittwoch, 21. März 2018
Ghostland Titelbild

Kino-Special: Ghostland

Am 05. April läuft der neue Horrorstreifen „Ghostland“ in den Kinos an. Sonic Seducer hat sich den Film, der definitiv nichts für schwache Nerven ist, vorab ansehen können:

Blanker Horror in einem gottverlassenen Haus
Coleen (Mylène Farmer) hat ein Haus auf dem Land geerbt, das vollgestopft mit Puppen ist. Hätte sie geahnt, was sie und ihre Töchter Beth (Emilia Jones) und Vera (Taylor Hickson) in diesen Wänden erwartet, wäre sie wohl nie eingezogen. Gleich in ihrer ersten Nacht im Haus bricht der Horror mit ungebremster Brutalität über sie herein. Die drei kommen dank des todesmutigen Einsatzes von Coleen knapp mit dem Leben, aber schwer verletzt, davon.

Ghostland1

Schnitt! 16 Jahre später. Beth (jetzt gespielt von Crystal Reed) ist eine Horrorautorin, die den Erfolg ihrer Romane auch der Tatsache verdankt, dass sie das Durchlebte beim Schreiben verarbeitet. Ihre Mutter lebt noch immer mit der unter schweren Psychosen leidenden Vera (jetzt: Anastasia Phillips) in diesem Haus. Die seinerzeit vermeintlich stabilere Schwester hat das Grauen der Horrornacht nie verwinden können. Bei ihrer Rückkehr wird deutlich, dass auch Beths Fassade vom glücklichen Leben langsam bröckelt und der wahre Schrecken noch viel fürchterlicher zurückkehrt, als sie es sich in ihren Storys hätte ausmalen können.
Wer nun denkt, dass an dieser Stelle schon zu viel über diesen vielschichtigen Horrorfilm von Pascal Laugier („Martyrs“) verraten wurde, wird überrascht sein, denn die französisch-kanadische Co-Produktion bietet eine ganze Reihe von Wendungen. Dabei spielt nicht zuletzt Laugiers virtuoses Spiel mit Wahrnehmungsebenen eine Rolle. Den Schauspielerinnen wird körperlich und psychisch alles abverlangt, wenn sie sich mit gnadenlos überlegenen Widersachern auseinandersetzen müssen, die eine von Besessenheit geprägte Menschenhatz beginnen, für die es Gründe in dem alten Haus zu geben scheint.
Dass man ein ums andere Mal zusammenschreckt und vielfach verblüfft wird, zeugt davon, wie geradezu klassisch „Ghostland“ inszeniert ist, ohne dabei altmodisch zu wirken.



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2017 Sonic Seducer Magazin

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