Review
Artist: UNHEILIG
Titel: Liebe Glaube Monster
- Artist: UNHEILIG
- Label/Vetrieb: Vertigo
Neun Jahre nach seinem Abschied kehrt Der Graf mit „Liebe Glaube Monster“ eindrucksvoll zurück – und liefert ein Album, das zwei Herzen in sich trägt: Schwarz trifft Mainstream. Schon der Titel macht klar: Hier geht es um große Gefühle, existenzielle Fragen und jene dunkle Kraft, die diesen Künstler seit jeher umweht. Und eins vorneweg: Nimmt man Songs wie „Böse Geister“ und „Sonnenallee“, so wird man sehen, dass sie Bandbreite nicht weiter sein könnte. Doch schauen wir uns hier mal die Songs an, die für die geneigte Leserschaft von Interesse sein könnten! Mit „Monster“ setzen coole elektronische Beats und eine treibende Produktion ein erstes Ausrufezeichen. Der Song verbindet moderne Sounds mit der vertrauten, rauchigen Stimme des Grafen – düster, kraftvoll, tanzbar. „Brot und Spiele“ geht dann noch einen Schritt weiter: harte Gitarren, wuchtige Drums, ein Refrain mit Stadionpotenzial. Hier wird es richtig fett rockig. Auch „KI – 0100101101001001“ trägt unverkennbar die schwarze DNA in sich – kalt pulsierende Elemente treffen auf emotionale Tiefe. Besonders herausragend: „Böse Geister“, ein düsterer, dichter Sound, der wie ein bewusster Brückenschlag zu den Wurzeln wirkt und atmosphärisch an frühere Zeiten erinnert. Für die schwarze Hörerschaft sind das die klaren Highlights. Gleichzeitig zeigen die Vorab-Singles „Wunderschön“, „Mein Löwe“ und „Spiegel“, dass Unheilig weiterhin ein Gespür für große, radiotaugliche Melodien besitzt. In Kombination mit den harten Songs wird deutlich, wie breit die Band musikalisch aufgestellt ist. Keine Limitierungen – so bringen es Der Graf und auch Produzent Henning Verlage auf den Punkt. Die Lyrics bleiben dabei stets klug, reflektiert und voller Tiefe. Herzschmerz liefern „Nur ein kleiner Schritt“, „Liebe“ und „Photobuch“, während „Zwischen den Welten“ mit einem frischen NDW-meets-Pop-Sound angenehm im Ohr bleibt. Unterm Strich summiert „Liebe Glaube Monster“ die Facetten des Unheilig-Sounds zu einem weiterhin vielschichtigen Gesamtbild. Es bietet Andockmöglichkeiten für schwarze Fans und dürfte zugleich vom Mainstream gefeiert werden. Genau dieses Spannungsfeld war schon vor neun Jahren Gegenstand hitzigster Diskussionen – die werden nun ganz sicher mit neuer Intensität belebt.
Medusa
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