Review

Artist: MARC ALMOND

Titel: Stranger Things

Keiner arbeitet so lange und unermüdlich wie Marc Almond. Sein eigenes Denkmal hat der wavige Mister aus der britischen Hauptstadt schon längst als unverrückbare Trutzburg gegen die musikalischen Gezeiten tief in Marmor eingemeißelt, bleibt also genügend Zeit für die Arbeit an anderen Dingen. An seiner Biographie, an Projekten befreundeter Musiker, an der lange herbeigesehnten Soft Cell Reunion und nicht zuletzt auch an seinen eigenen Werken. Niemals scheint der introvertierte und doch quirlige Engländer zu rasten oder zu ruhen, der nun mit „Stranger Things“ den Nachfolger des erst gute zwei Jahre alten Albums „Open All Night“ veröffentlicht, das die Musikwelt zwar nicht revolutionierte, doch aber mehr als wohlwollend aufgenommen wurde und nach den Kopfschütteln hervorrufenden Ausflügen in die Welt des Glamrock auch den einen oder anderen Hit und potentiellen neuen Evergreen nach alter Manier im ü¤rmel verborgen hielt. „Stranger Things“ knüpft da an, wo sich die Türen verruchter Etablissements des halbseidenen Gewerbes im Morgengrauen bei „Open All Night“ schlossen: Melancholisch-dramatischer Wave mit Underdog-Appeal, der sich einerseits als bombastisch arrangierter Pop der mitreißendsten und überschwenglichsten Sorte zeigt („Glorious“, „Lights“), ohne jedoch auf erneute und ausgiebige Ausflüge ins Reich der Ballade („Under Your Wing“, „Tantalize Me“, „When ItÔÇÖs Your Time“) und ins Exotisch-Experimentelle mit 50er Jahre Salon-Charme („Come Out“, „Moonbathe Skin“, „Dancer“) verzichten zu wollen. Marc Almond zerrt sie aus dem letzten verbleibenden Halbschatten des anbrechenden Tages ins gleißende Licht der Sonne: Die seltsamen Dinge, die überschminkten Narben und die tragischen Geschichten vom Leben in der großen Stadt, in der Liebestaumel und Herzschmerz, Zweisamkeit und Abschied so nahe beieinander liegen und meistens doch nur in Tränen enden, es manchmal nur ein ganz kleiner Schritt ist aus der Gosse zu den Sternen. Und umgekehrt.

Veröffentlicht:

findest du Hier finest Sonic-Secucer Ausgaben aus dem Jahr

Produkte

Sonic Seducer 06-26 +CD: Tarja – Frisson Noir + Placebo + Mortiis + Duran Duran + Front 242 + Leaves..
Tarja exklusiv: 7“ Vinyl-Bundle: „I Don’t Care“ feat. Cradle Of Filth / „The Trace Outlives“ Delu..
Lacrimosa exklusiv: 7“ Vinyl-Bundle: „Bis zum Schluss“ – Versio Sanatrix / „Metamorphobia“..
Sonic Seducer 05-26 + CD: Dimmu Borgir – Grand Serpent Rising + 2 exkl. Lacrimosa-Songs + Evanescenc..

Reviews

MARC ALMOND

Ten Plagues (CD+DVD)

/5

MARC ALMOND

Open All Night

/5

The Dark Tenor

Symphonic Evolution

/5

PLACEBO

Placebo RE:CREATED

/5

Tarja

Frisson Noir

/5

Makes My Blood Dance

#Z3R0 2 LGHT $P33D!

/5

SUICIDE COMMANDO

Collective Suicide Vol. 1 & 2

/5

A.A. Williams:

Solstice

/5

Stairway To Violet

Invictus

/5

Görl

Dark Silver Moon Light

/5

NEWS     NEWS     NEWS     NEWS     NEWS

NEWS     NEWS     NEWS