Review
Artist: The Twilight Sad
Titel: It’s The Long Goodbye
- Artist: The Twilight Sad
- Label/Vetrieb: Rock Action Records
Manche Alben bekommen sofort einen besonderen Platz im Herzen. Bei The Twilight Sad war das eh schon des Öfteren so, aber nie mehr als jetzt. Sieben schwere Jahre sind in dieses Album geflossen, sieben Jahre, in denen Sänger James Graham mitansehen musste, wie seine Mutter nach und nach von der Demenz geholt wurde und schließlich starb. Gemeinsam mit seinem engen Freund und derzeit einzigen fixen Bandkollegen Andy MacFarlane hat er diese entsetzliche Zeit in ein Album gegossen, das berstend intensiv tönt und brachiale Schwere mit transzendenter Schönheit verbindet. Es ist ohnehin klar, dass diese Band längst in Arenen spielen sollte, doch mit „It’s The Long Goodbye“ setzen The Twilight Sad ihrem desolaten Schlechtwetterschaffen die Krone auf. Gitarrenwellen brechen sich über dem Hörer, der Bass kaskadiert pochend durch die Stücke wie bei den Glanzmomenten des UK-Post-Punks der Achtziger, Keyboards und Synthesizer flirten mit The Cure und Joy Division, das Schlagzeug pumpt Lebensblut durch die Adern dieser innig gefühlten, intensiven Musik und James Graham singt sich einfach alles von der Seele. Robert Smith, selbsterklärter Fan der Band, steuert Gitarre bei, Mitglieder von Mogwai oder Arab Strap helfen an den Instrumenten aus, pure Schönheit trifft bodenloses Leid: Dafür gibt es Bands. Und dafür gibt es Lautstärke.
Björn Springorum
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