Review

Artist: The Breath Of Life

Titel: Under The Falling Stars

The Breath Of Life „Under The Falling Stars“

(Magic Language/wool-e-shop)
Rund fünf lange Jahre nach „Whispering Fields“ bescheren uns die wallonischen Goth-Legenden um die schaurig schöne Sirenenstimme Isabelle Dekeyser das achte Studioalbum ihrer seit 1985 währenden Karriere. Unbeeindruckt von modischem Schnickschnack führt „Under The Falling Stars“ schnurstracks fort, was The Breath Of Life seit jeher am besten zu Gesicht steht: Treibend hallende Rhythmen, energischer Bass, melodisch entrückte Gitarrenläufe und über all dem jenes bereits besagte Organ. Nicht zu unterschätzen: Ein gewisses Etwas, das ein weiteres Mal auf Gilles Martin zurückgeführt werden darf, der als Produzent schon so ungefähr mit allem zu tun hatte, was in belgisch arrondierten Alternative-Kreisen – von Minimal Compact bis Tuxedomoon – Rang und Namen hat. Ihm gelingt es, dem an sich doch eher bodenständigen Sound ein eigentümliches Flair zu verleihen, mit dem sich gediegene Eleganz sowie unterschwellig wirksame Klangexperimente (auch unter sporadischer Verwendung artfremden Instrumentariums) elegisch auf die ohnehin nostalgisch orientierte Stimmung des Albums legen. Eines Albums, das mit dem kessen Opener „A Rainbow Is Fading“ ebenso stark einsteigt wie mit dem erhaben federnden „From The Storms“ wieder hinaus. Herausragend bleibt indes „Crime Passisonel“, das von einer sehnsüchtigen Melodieführung gekrönt wird, die mitreißt wie schon lange nichts mehr.
Stephan Wolf

Veröffentlicht: 06/2017

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