Review

Artist: GRASS HARP

Titel: Freakquency

Eine Band, die so heißt, darf auch in ihren Songs ständig vom Abheben berichten. Gras wächst zwar am Boden, und bodenständig ist Grass Harps gitarrenbetonte, progressive Rockmusik auch, aber Gras kann einen auch in den Himmel schießen, dahin, wo die Harfen hängen. Gebt nicht mir die Schuld, wenn ich von meinem Trip, mein Vokabular für diese Rezension aus dem Wortfeld ‚Drogen‘ zu rekrutieren, nicht mehr runter komme. Pilzartige Gebilde schmücken das aufklappbare Digi-Pack, und auch das türkis eingefärbte Bandphoto ist nicht gerade der Ratio förderlich. Hat was von der Schlange aus dem Dschungelbuch, deren Name irgendwo in meinem Geist schwebt und mir immer wieder durch die Lappen geht. Guck an, da drüben driften Hawkwind Sounds mit Oldfield Echos um die Wette. Und alles ist so schön locker und entspannt hier. Das roggt, schön sanft sozusagen: Grass Harp halten den Ball schön Flach, das aber auf höchstem Niveau. Ihr seid am Zug.

Veröffentlicht: 1999

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