Review
Artist: CROWN
Titel: Crowned In Terror
- Artist: CROWN
- Label/Vetrieb: Metal Blade, SPV
Welch wundersame – und auch gleichzeitig erfreuliche Wandlung. Denn nach dem für ältere Anhänger der schwedischen Schwadron doch recht enttäuschenden letzten Album „Deathrace King“ (ging tendenziös doch sehr in New Age DeathünüRoll Gefilde) haben sich The Crown auf das besonnen, was sie am besten können, nämlich melodischen und brachialen Elchtod technisch anspruchsvoller Natur. So drücken uns The Crown mit aller musikalischen Kraft eine rostige Stahldornenkrone auf das erhitzte Haupt, die das schwarze Blut nur so übers Gesicht laufen läßt. Wirklich ganz hervorragend, wie der Exekutionsfünfer um Sänger Tomas Lindberg auf „Crowned In Terror“ wieder in die metallischen Vollen geht – eines der geilsten Alben dieser Richtung seit sehr, sehr langer Zeit. Keine Ahnung, was da vorging. Mit dieser immensen Wut im Bauch scheinen die Jungs zu allem fähig. Ihnen kann in dieser prächtigen Form jedenfalls so schnell keiner am Zeug flicken. Hyperrasantes und dreckiges Riffing, machtvolles Drumming einer menschlichen Maschine (Janne Saarenpää), geniale Soli sowie Lindbergs abartig räudiges Organ knallen mit inhumaner Wucht in die Gehörgänge und wandern von dort aus direkt ins zentrale Nervensystem, von wo aus sie die Nackenmuskeln elektrifizieren. Das rabiate nordische Quintett ist wieder da, wo wir sie haben wollen. Die gesamte Crown Of Thorns Henkerschaft stürzt sich in kreativ-halsbrecherischer Manier kopfüber in taufrische, absolut unverbraucht klingende und superschnelle Songstrukturen hochpräzisen Hate Death Metals, zwischen denen der ursprüngliche und ideelle Geist dieser Stilistik nur so hervorspritzt.
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